Weltbienentag: Altglas trennen und so Bienen schützen

Der Weltbienentag ist am 20. Mai. Bienen sind unverzichtbar für die biologische Vielfalt und Nahrungsmittelproduktion.

Und sie brauchen Schutz:
Weltweit und auch in Deutschland sind Bienenpopulationen bedroht. Eine Gefahrenquelle
für Honigbienen lässt sich im Alltag leicht verhindern: mit der korrekten Entsorgung von
leeren Honiggläsern. Tipps hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“.


Glasverpackungen sollten zwar komplett leer in Altglascontainer eingeworfen werden – zusätzlich
ausgespült werden müssen sie aber nicht. Bis auf eine Ausnahme: Gebrauchte Honiggläser. Sie
sollten vor ihrer Entsorgung gründlich gereinigt werden, denn sie könnten zu einer tödlichen
Gefahr für ganze Bienenvölker werden. Honig kann Sporen der „Amerikanischen Faulbrut“
enthalten. Infiziert sich eine Honigbiene auf der Suche nach Nahrung an Honigresten im
Altglascontainer, trägt sie Sporen der sogenannten „Bienenpest“ in ihren Bienenstock. Dort
zersetzen die Bakterien die Brut des Bienenvolks. Für Menschen ist der Erreger allerdings
ungefährlich.


„Grundsätzlich ist die Entsorgung von Glasverpackungen einfach: Nach den Farben Braun, Grün
und Weiß sortieren und in die Container einwerfen. So ist für Klima und Umwelt schon viel getan,
denn Altglas kann beliebig oft recycelt werden. Wer Honiggläser ausspült, leistet außerdem einen
wichtigen Beitrag für den Artenschutz“, sagt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung
wirkt“. Für die umweltfreundliche Entsorgung von Glasverpackungen hat sie sechs praktische
Tipps zusammengestellt.


„Bienenfallen“ verhindern: Leere Honiggläser und ihre Deckel gründlich mit warmem Wasser
ausspülen oder in der Geschirrspülmaschine reinigen. Es dürfen keine Honigreste mehr im Glas
enthalten sein. Die Gläser anschließend, am besten mit dem Deckel verschlossen, in den
Altglascontainer einwerfen.


Altglas immer leer entsorgen: Altglas sollte grundsätzlich restentleert in die Glascontainer
eingeworfen werden. So sollten beispielsweise Marmeladengläser gut ausgelöffelt sein. Sie
auszuspülen ist jedoch nicht nötig.


Leere Glasverpackungen nach Farben sortieren: Leere Glasflaschen und andere
Glasverpackungen müssen nach Farben sortiert in die passenden Container für Grün-, Braunoder
Weißglas eingeworfen werden. Gerät beispielsweise ein braunes Glas zwischen das
Weißglas, verfärbt sich das gesamte Glas beim Einschmelzen. Es kann nur noch sehr
eingeschränkt verwendet werden. Gläser mit außergewöhnlichen Farben wie Rot oder Blau
gehören in den Container für Grünglas. Es verträgt als Mischfarbe die meisten farblichen
Unreinheiten beim Recycling.
 
Deckel drauflassen? Deckel von Glasflaschen und -verpackungen dürfen mit in den
Altglascontainer geworfen werden. Die Sortieranlage trennt sie von den Scherben. Werden
Deckel oder zum Beispiel auch Kronkorken zu Hause entsorgt, gehören sie in die Gelbe Tonne
oder den Gelben Sack.


Stopp – nicht alle Glasabfälle gehören in Glascontainer: Flachglas, wie Fensterscheiben oder
Spiegel, gehören nicht in die Glascontainer. Auch Trinkgläser dürfen nicht hinein. Glasarten wie
diese sind von anderer Beschaffenheit als zum Beispiel Glasflaschen. Sie haben unterschiedliche
Schmelzpunkte. Das gilt auch für Glaskeramik, Teller oder Tassen aus Porzellan oder Steingut.
Sie verunreinigen die Glasschmelze und können das Recycling verhindern. Diese Abfälle können
in der Regel über Wertstoffhöfe oder den Sperrmüll entsorgt werden. Kleine Mengen dürfen in die
Restmülltonne.


Der Glascontainer ist voll? Wenn die Glascontainer überfüllt sind, dürfen leere Flaschen oder
Behälter nicht dort stehen gelassen werden. Die Entsorgung sollte später, nachdem der
Container geleert wurde, oder an einem anderen Standort erfolgen. Alternativen findet man
einfach mit der interaktiven Glascontainersuche auf der Website der Initiative „Mülltrennung
wirkt“. Glasrecycling: Unbegrenzter Kreislauf für die Umwelt Recyclingglas gilt als wichtigster
Rohstoff für die Glasherstellung. Jede neue Glasflasche besteht zu 60 Prozent aus „Alt“-
Scherben, bei der Farbe Grün sind es sogar bis zu 90 Prozent. Außerdem spart der Einsatz von
Recyclingglas Energie und klimaschädliche Emissionen: Zehn Prozent Scherbeneinsatz
reduzieren die Schmelzenergie um drei Prozent und die CO2-Emissionen um 3,6 Prozent.